Wirtschaft braucht Wissenschaft

05/06/2008 um 11:56 | Veröffentlicht in Aussenwelt, Vodafone | Hinterlasse einen Kommentar

Vodafone zeichnet Wissenschaftler für richtungweisende Mobilfunkforschung aus

Know-How ist Arbeit – damit ein Mobilfunkkunde am Ende ein Mobiltelefon in der Hand hält und zu einem Tarif telefoniert, der ihm sinnvoll erscheint, muss eine Menge erforscht werden: Sowohl das Telefon entwickelt, die Funktechnik untersucht und herausgefunden Werden, wer wo wann und warum telefonieren möchte. Dies alles fördert Vodafone mit seinem Wissenschaftspreis. Gestern hat die Vodafone-Stiftung für Forschung im Rahmen einer Feierstunde in Stuttgart die diesjährigen Innovations- und Förderpreise vergeben. Der mit 25.000 Euro dotierte Vodafone-Innovationspreis 2008 geht an den Münchner Wissenschaftler Professor Dr. Ralf Kötter, dessen grundlegende Forschungsarbeiten im Bereich der Informations- und Codierungs-theorie die Entwicklung der modernen Mobilkommunikation entscheidend geprägt haben.

Den Vodafone-Förderpreis 2008 im Bereich Natur- und Ingenieurwissenschaften erhält der Physiker Dr. Wojciech Welnic. Durch die Erforschung einer neuen Materialklasse hat Welnic einen wichtigen Grundstein zur systematischen Entwicklung besonders leistungsfähiger Speichermedien gelegt. Mit dem Förderpreis 2008 im Bereich Markt- und Kundenorientierung wurde der Betriebswirtschaftler Sven Heidenreich ausgezeichnet. Er hatte im Rahmen seiner Diplomarbeit empirische Untersuchungen zum Tarifwahlverhalten von Mobilfunk-kunden durch geführt und dabei umfassende Erkenntnisse zur Nutzung von Flatrate-Angeboten gewonnen. Die beiden Förderpreise der Vodafone-Stiftung für Forschung für den wissenschaftlichen Nachwuchs sind jeweils mit 5.000 Euro dotiert.

Friedrich Joussen, Vorsitzender der Geschäftsführung von Vodafone Deutschland, lobt die Leistungen dafür, dass sie nicht nur seinem unternehmen, nein, auch der ganzen Nation als Wirtschaftsstandort zugute kommen. „Ihr besonderer Verdienst liegt nicht nur darin, technische Entwicklungen voranzutreiben oder das Verständnis ökonomischer Zusammenhänge zu erweitern. Sie zeigen uns auch, wie wichtig es ist, bisher unbekannte Wege einzuschlagen und Neuland zu betreten“, so .

Mit dem Innovationspreis sowie den Förderpreisen, die seit 1997 vergeben werden, prämiert die Vodafone-Stiftung für Forschung herausragende Forschungsergebnisse. Die Preise werden vorzugsweise an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem deutschen Sprachraum verliehen. Eine Jury mit hochkarätigen Vertretern aus Wissenschaft und Industrie kann die Preise sowohl Einzelpersonen als auch einer Gruppe zuerkennen.

Professor Dr. Ralf Kötter ist Inhaber des Lehrstuhles für Nachrichtentechnik an der Technischen Universität München und gilt in der Fachwelt als einer der weltweit bedeutendsten Wissenschaftler auf dem Gebiet der Codierungs- und Informationstheorie. So haben es etwa Kötters Arbeiten zur Turboentzerrung ermöglicht, Störungen, die bei Mobilfunkübertragungen zum Beispiel durch Mehrwegeausbreitung oder die Verwendung mehrerer Antennen auftreten können, auf technisch besonders einfache Weise zu eliminieren. Kötters Forschungen zur Netzwerkcodierung gelten in der modernen Nachrichtentechnik als eine wichtige Grundlage für die Entwicklung leistungsfähigerer Netze.

Dr. Wojciech Welnic hat in seiner prämierten Dissertation die Eigenschaften sogenannter Phasenwechselmaterialien untersucht. Dabei handelt es sich um eine Materialklasse, die unter Einfluss von Licht und elektrischem Strom ihre physikalischen Eigenschaften ändern kann. Diese Phasenwechselmaterialien werden zwar bereits heute in optischen Datenspeichern eingesetzt, zum Beispiel in wieder beschreibbaren CDs und DVDs. Über die ihrem Verhalten zugrunde liegenden physikalischen Eigenschaften war aber bislang wenig bekannt. Durch seine theoretischen und experimentellen Untersuchungen konnte Welnic auf diesem Gebiet Wissenslücken schließen.

Der Betriebswirtschaftler Sven Heidenreich hat erstmals empirisch untersucht, warum viele Mobilfunkkunden anstelle von nutzungsabhängigen Tarifen sogenannte Flatrates bevorzugen. Als Informationsbasis diente ihm eine Befragung von Mobilfunkkonsumenten. Ein besonderes Augenmerk legte Heidenreich dabei auf die Tarifpräferenzen der Befragten. Dabei gelang es ihm zu zeigen, warum Kunden zur Wahl einer Flatrate mit monatlichem Festpreis neigen. Diese Erkenntnisse können Netzbetreibern helfen, ihre Tarifangebote noch besser den Bedürfnissen ihrer Kunden anzupassen.

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