Neues von Nokia

30/01/2008 um 13:50 | Veröffentlicht in Markt, Nokia | Hinterlasse einen Kommentar

In dem interen Papier wurde offenbar höchst nachdrücklich zur Verschwiegenheit aufgefordert, so hieß es in dem betreffenden, 10seitigen Memorandum etwa: Eine Weitergabe der Informationen an „irgendwelche dritten Personen einschließlich Lebenspartner, Freunde oder Kollegen“ sei nicht „zulässig“, heißt es beispielsweise in Punkt „G. Sonstiges“. Und weiter: „Ein Verstoß gegen die Geheimhaltungspflicht … wird vom Unternehmen verfolgt.“

Nichtsdestotrotz fand das brisante Schriftstück seinen Weg ausgerechnet in die Redaktion des Wirtschaftsmagazins „Capital“, das in seiner morgigen Ausgabe über die Profite berichtet, die Nokia im vergangenen Jahr in Bochum verbuchen konnte. Deren Höhe lässt den Wegzug des Unternehmens immer unverständlicher erscheinen.

„Von wegen schlechtes Ergebnis: Der finnische Handy-Konzern verbuchte vergangenes Jahr im Bochumer Werk 134 Millionen Euro Betriebsgewinn – 90000 Euro pro Mitarbeiter und zusätzlich einen Zinsgewinn von 70 Millionen Euro. Vertrauliche Pläne des Managements sahen vor, das Werk so rentabel wie die Nokia-Fabrik in Ungarn zu machen.

Wie Capital in seiner Print-Ausgabe (Heft 4/2008, EVT 31. Januar) unter Bezug auf vertrauliche Dokumente weiter meldet, schaffte die deutsche Nokia GmbH mit den Standorten in Bochum, Ulm, Düsseldorf, München und Frankfurt sogar ein Betriebsergebnis nach Zinsen von 246 Millionen Euro – mit Bochum an vorderster Front. Der Standort Bochum, den das Land Nordrhein-Westfalen mit 88 Millionen Euro subventionierte, hat zudem eine gewaltige Summe auf der hohen Kante. Sie sorgte für ein Zinsergebnis, das sich in der Bilanz der Nokia GmbH mit plus 70 Millionen Euro niederschlägt. Die die Bochumer Werkleitung hatte ein Konzept entwickelt, um mit Hilfe von Investitionen in Höhe von 14 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2008 das Werk so lukrativ und effizient zu machen wie eine Nokia-Fabrik in Ungarn und das, obwohl in Deutschland je Arbeitsstunde rund 28,70 Euro anfallen, in Ungarn hingegen nur 6,90 Euro.“

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