Telefonieren belastet das Gehirn – vielleicht!

25/01/2008 um 03:26 | Veröffentlicht in Forschung | Hinterlasse einen Kommentar

Allgemeine Verunsicherung in der Medienlandschaft bewirkte die Veröffentlichung einer Studie der Schwedischen und amerikanischen Wissenschaftler um Bengt Arnetz – zwar konnte festgestellt werden, dass ein statistischer Zusammenhang zwischen dem Telefonieren mit einem Mobiltelefon und der Einschlafdauer besteht. Inwiefern dies aber zuverlässig messbar ist und ob es einen Einfluss auf unsere Lebensqualität hat, darum streiten die Geister. Und so vertagt ein entsprechender Bericht des „National Research Council das Problem auf in 10 oder 20 Jahren und empfiehlt, die möglichen gesundheitlichen Folgen der zunehmenden Aussetzung an Radiostrahlung (RF), die von Funktechniken in Handys, Notebooks oder anderen Geräten ausgeht, derweil intensiver als bisher zu untersuchen.

Die Studie von Wissenschaftlern des Karolinska Instituts und der Uppsala Universität sowie von der Wayne State University in Michigan beschreibt, dass bei Menschen, die vor dem Schlafen mit dem Handy telefoniert haben, gehäuft Kopfschmerzen und Schlafstörungen auftreten. Ausgerechnet das Mobile Manufactors Forum finanzierte die Studie, die ferner feststellte, dass nach Handynutzung der Eintritt in den Tiefschlaf später erfolge.

Während der Studie wurden die Versuchspersonen an drei Abenden jeweils 3 Stunden der Strahlung ausgesetzt, wobei bei jeweils einer Sitzung zur Kontrolle die Aussetzung nur zum Schein erfolgte. Waren die Versuchspersonen der Strahlung ausgesetzt, war der Schlaf im Unterschied zur Kontrollsitzung nach einer Stunde gestört. Es dauerte länger, bis die Versuchspersonen den ersten Zyklus des Tiefschlafstadiums 3 erreichten, das Tiefenschlafstadium 4 war verkürzt. Die Versuchspersonen, die den Handysignalen ausgesetzt waren, berichteten vermehrt von Kopfschmerzen, auch wenn sie sonst bei Handy-Benutzung nicht an solchen leiden. Allerdings streuten die Reaktionen der Testpersonen stark, so dass eine klare Aussage schwierig ist.

Sicher ist sich allerdings der Leiter der Studie, Bengt Arnetz: „Wir haben aus Aussetzungsszenarien eine realistische Auswirkung von Handys festgestellt. Sie legt nahe, dass Handybenutzung das Gehirn messbar beeinflusst.“ Arnetz vermutet, dass die Strahlung das Stresssystem des Gehirns aktivieren könnte, wodurch die Menschen wacher werden,aber deswegen auch größere Schwierigkeiten haben, abzuschalten und einzuschlafen.

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