Wenn der Forscher mithört

17/01/2008 um 17:15 | Veröffentlicht in Aussenwelt, Forschung, Nokia | Hinterlasse einen Kommentar

Vor wenigen Jahren startete Sandy Pentland, Professor für Medienkunst und Medienwissenschaft am MIT (Massachusetts Institute of Technology ), einen interessanten Versuch: Er gab gut 100 Nokia-Handys an Studenten und Institutsangehörige aus, die mit einer Software ausgestattet waren, die die Interaktionen zwischen den Trägern speicherte. Basierend auf den Gesprächdaten und dem Abstand zwischen den Handys der Testpersonen, die sich über Bluetooth ermitteln ließen, entwickelten Pentland und sein Kollege Nathan Eagle Modelle sozialer Netzwerke. Es ergab sich, dass diese Untersuchung mittels technischer Sensoren genauer war, als die in Fragebögen ermittelten Selbstaussagen der Teilnehmer.

Die Untersuchung von Mobilfunkdaten, um den echten sozialen Interaktionen der Menschen auf die Spur zu kommen, fällt in ein aufstrebendes Forschungsgebiet, das Pentland selbst „Reality Mining“ nennt. Und er glaubt, dass die Erfassung solcher Netzwerke nur der Anfang ist. Ähnliche Techniken könnten auch eingesetzt werden, um die Kommunikation effizienter zu gestalten, ein besseres Zeitmanagement von Angestellten zu ermöglichen oder gar ein ganzes Stadtviertel lebenswerter zu gestalten. Pentland sprach mit Technology Review über das Handy als Sensor – und warum er Mobiltelefone für die „ultimative Datenerfassungsmaschine“ hält.

Das vollständige Interview unter http://www.heise.de/tr/artikel/101356

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