Gewaltfreie Handys

17/10/2007 um 23:48 | Veröffentlicht in Aussenwelt, E-Plus, O2, T-Mobile, Vodafone | Hinterlasse einen Kommentar

Bundesweite freiwillige Selbstverpflichtung von Mobilfunkunternehmen zu mehr Prävention und Jugendschutz in Mainz vorgestellt

Die führenden Mobilfunkunternehmen in Deutschland haben eine freiwillige Selbstverpflichtung zu mehr Jugendschutz im Mobilfunkbereich unterzeichnet.

Die Technik der heutigen Handys ermöglicht es unter anderem Nutzerinnen und Nutzern, Videosequenzen – beispielsweise auch mit Gewaltszenen – von Handy zu Handy zu tauschen und eigene gewalttätige Übergriffe auf andere Jugendliche mit dem Handy zunächst zu filmen und anschließend die Daten zu versenden (bekannt unter dem Schlagwort „Happy Slapping“ – „Fröhliches Schlagen“). Dies erfolge auch im schulischen Umfeld, betonte die Bildungs- und Jugendstaatssekretärin Vera Reiß.

Die Selbstverpflichtung beinhaltet in erster Linie präventive Schritte und wurde durch die Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia (FSM) gemeinsam mit den Mobilfunkunternehmen Debitel, E-Plus, Mobilcom, O2, Talkline, T-Mobile und Vodafone entwickelt. Zum vereinbarten Maßnahmenpaket gehört als Schwerpunkt im präventiven Bereich die Einrichtung einer gemeinsamen und kostenlosen Informationshotline aller Unternehmen mit wichtigen Jugendschutz-Ratschlägen und Informationen für Eltern zum Thema Handy, deren Nummer auf den Zugangskarten (SIM-Card) der Handys voreingestellt ist. Darüber hinaus erklären die Mobilfunkunternehmen ausdrücklich ihre Absicht, ihr Beratungsangebot zum Jugendschutz bei Handyverträgen, die die Eltern für ihre Kinder abschließen, weiter auszubauen. Unter Federführung der FSM wird auch ein zentrales Internetberatungsportal entstehen, über das relevante Informationen zum Jugendmedienschutz angeboten und bereitgestellt werde. Zudem werden auf den Unternehmens-Onlineportalen Informationen zum Jugendschutz eingerichtet oder wird deren Auffindbarkeit dort erleichtert. Im technischen Bereich bieten die Unternehmen in einem ersten Schritt die Möglichkeit an, dass Eltern oder Erziehungsberechtigte den Zugang zum Internet am Handy ihres Kindes oder ihrer Kinder generell sperren können. Zudem wollen die Unternehmen Eltern gezielt beraten und unterstützen, wie der Zugang zu riskanten Diensten nutzerseitig eingeschränkt oder ganz unterbunden werden kann. Die jetzige Selbstverpflichtung ergänzt einen Verhaltenskodex der Unternehmen aus dem Jahre 2005.

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